In meiner Arbeit begegne ich immer wieder einem Wort, das schnell missverstanden wird: Fremdenergien.
Nicht als etwas Bedrohliches. Nicht als etwas „Böses“. Sondern als etwas sehr Alltägliches, besonders für sensible Körper. Was mit Fremdenergien gemeint ist. Fremdenergien sind keine eigenständigen Wesen, die „von außen angreifen“. Es sind nicht verarbeitete Spannungen, Eindrücke, Emotionen oder Zustände, die nicht aus dem eigenen inneren Ursprung stammen, aber vom Körper mitgetragen werden.
Der Körper unterscheidet sehr genau:
– Was gehört zu mir
– was nicht
Der Verstand kann das oft nicht. Ein Körper kann fremde Anteile aufnehmen, wenn er nicht vollständig bei sich ist oder wenn seine Grenzen nicht klar gehalten werden.
Was Fremdenergien begünstigt
Fremdenergien entstehen nicht zufällig. Sie werden begünstigt durch bestimmte Bedingungen:
– Dauerhafte Überforderung
– Anpassung statt Selbstwahrnehmung
– emotionale Abhängigkeiten
– ungelöste Bindungen
– fehlende körperliche Sicherheit
– ständiges Funktionieren
– Räume, in denen der Körper sich nicht entspannen darf
Auch helfende, mitfühlende Menschen sind oft betroffen.
Nicht, weil sie „offen“ sind, sondern weil sie gelernt haben, sich selbst zurückzunehmen, um Verbindung zu halten. Der Körper sagt dann nicht mehr klar Nein. Er hält aus. Und trägt mit.
Was Fremdenergien im Körper bewirken.
Ein Körper mit Fremdenergien fühlt sich oft:
– müde ohne erkennbaren Grund
– innerlich unruhig
– schwer oder „nicht ganz da“
– angespannt, obwohl nichts Akutes passiert
– emotional wechselhaft
– fremd im eigenen Erleben
Wichtig ist:
Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Fehlanpassung der Bedingungen. Was Fremdenergien nicht brauchen Sie brauchen keine Analyse. Keinen Kampf. Kein Wegmachen. Fremdenergien lösen sich nicht durch Verstehen, sondern durch Rückkehr in den eigenen Körperraum. Sobald der Körper wieder Sicherheit erfährt, sobald Präsenz da ist, sobald nichts mehr erwartet wird, ordnet sich das System von selbst.
Was stattdessen hilft
– langsame, bewusste Körperwahrnehmung
– Berührung ohne Absicht
– ruhige Räume
– klare Grenzen
– Entlastung des Nervensystems
– echte Pausen
– kein Müssen
Der Körper weiß, was zu ihm gehört. Für Menschen, die Fremdspannungen im Körper wahrnehmen und keinen Weg suchen, sondern Entlastung, halte ich mit Körperlichtströmen einen stillen, körpernahen Raum.
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